Anlässlich des heutigen Schnitterfestes habe ich mir etwas ganz Besonderes für meinen Blog überlegt: Gerne möchte ich euch zeigen, wie ihr eine Strohpuppe binden könnt. Um euch jedoch vorzuwarnen, sage ich es euch gleich zu Beginn. Auch für mich war es das erste Mal, dass ich mich mit Stroh und Bindfaden an die Arbeit gemacht habe. Daher garantiere ich für nichts.

Wer sich dennoch traut, meiner Anleitung zu folgen, dem gebe ich schon einmal einen ganz wichtigen Tipp: Am besten lässt du das Stroh einige Zeit (ca. 5 Stunden) in lauwarmen Wasser einweichen. Das macht es flexibler und es bricht nicht so leicht, wenn du damit arbeitest.

 

Du brauchst:

 

  • 22 Strohhalme
  • Bindfaden
  • Schere
  • Blüten zur Dekoration

 

So geht’s:

 

  1. Zunächst nimmst du 16 Strohhalme und bindest sie ungefähr nach einem Abstand von drei Zentimetern fest zusammen.
  2. Dann biegst du alle Halme über der Bundstelle um und bindest sie noch einmal zusammen. Dies ist der Kopf deiner Puppe.
  3. Jetzt nimmst du sechs kürzere Strohhalme und bindest sie über Kreuz unter dem Kopf deiner Puppe fest.
  4. Wenn du jetzt das untere Ende deiner Puppe noch ein wenig auffächerst, entsteht der Rock und die Strohpuppe ist eigentlich schon fertig. Obligatorisch kannst du sie dann noch mit Blüten und Gräsern verzieren. Das habe ich gemacht, damit sie nicht allzu miserabel aussieht.

 

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Was aber tun mit der Puppe? Dem einen dient sie vielleicht als hübsche spätsommerliche Dekoration oder ist einfach ein netter Zeitvertreib für einen Bastelnachmittag. Ich habe meine Puppe allerdings schon vor meiner Abreise in den Wald gebracht. Als Dankeschön für die Götter, dass sie auch weiterhin so auf mich aufpassen und meine Wege hoffentlich auch in Zukunft weiter in Richtung Wunderland lenken. Denn wie schon gesagt: Ich habe diese Puppe für das „Schnitterfest“ (Lughnasad) angefertigt, die Zeit des Ernte-Beginns. Und gibt es eine schönere Zeit, um für alles einmal „Danke“ zu sagen, wenn ringsumher alles golden steht?

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