heimatlkirbkirsche

Egal wo ich bin

Egal wann ich ging

In ein Reich mir unbekannt

Ruft mein Weg nach mir

Und auch ich triumphier

So ist dies mein Heimatland!

(Equilibrium – Heimat)

 

Ich glaube, dass im Leben eines jeden Kindes, das auf dem Dorf aufgewachsen ist, der Punkt kommt, in dem ihm oder ihr die Decke auf den Kopf fällt: Miserable Bus- und Zugverbindungen am späten Abend, immer wieder die gleichen Menschen, keine Möglichkeiten feiern zu gehen (außer die alljährliche Dorfkirmes, deren musikalisches Programm bei den Göttern auch nicht jedermanns Sache ist) oder die Lieblingsband live zu sehen ohne gleich ein Zimmer oder ein Hotel buchen zu müssen. Es ist der Punkt, an dem die meisten sich entweder mit dem Leben auf dem Land arrangieren, vor Ort eine Ausbildung machen und bleiben oder an dem sie wegziehen in die Stadt und dort ihr Glück suchen.

 

Ich kann noch nicht sagen, ob ich bleiben werde. Eigentlich bezweifle ich es recht stark, wenn ich an die Redaktionen denke, in denen ich später arbeiten möchte. Nichtsdestotrotz: Die vergangenen Wochen haben mir ziemlich eindrücklich gezeigt, wie glücklich ich bin, hier meine Heimat zu haben. Ab Anfang August war ich insgesamt vielleicht eine Woche zu Hause. Wacken, zwei Tage zu Hause, M’era Luna, einen Tag zu Hause, Summer Breeze, zwei Tage zu Hause.

Es war immer wieder ein kurzes Luftholen nach dem großen Rausch von Eindrücken ehe ich wieder in dieses Meer von Erlebnissen getaucht bin. Viel zu kurz, um sich vollständig zu erholen, aber gerade lange genug um wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Es tut einfach gut, morgens durch den kleinen alten Ortskern zu laufen und zu sehen, dass alles geblieben ist. Dass ich hierhin immer wieder zurückkehren kann und meine Heimat, so klein sie auch ist, immer ein Teil von mir sein wird. Auch wenn ich ihr noch so oft den Rücken zukehre und meinen Träumen hinterherjage.

Gerade, wenn alles Kopf steht und ich selbst nicht so richtig fassen kann, was ich im Moment alles erfahre und erleben darf, tut es wahnsinnig gut, nach Hause zu kommen und einfach einmal… anzuhalten.

 

So und jetzt packe ich meine Koffer für die Release-Party von KRAYENZEIT in Ludwigsburg 😉

 

Alles Liebe,

eure Nia

 

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