Eigentlich hatte ich gehofft, dass alles ganz einfach werden würde: Wie in der Schule Kreuzchen setzen um den passenden Kurs zu belegen. Fünf Minuten Arbeit, zack! Und die Stundenplan-Organisation für mein Studium ist erledigt.

Weit gefehlt, wie ich schmerzlich feststellen musste, sehr weit gefehlt. Nicht nur, dass ich selten so ein benutzerfeindliches System wie das KLIPS Campusmanagement erlebt habe. Auch die Studienplanung selbst gestaltet sich doch ein wenig anspruchsvoller als ich gedacht hatte. Neben Vorlesungen auch noch Tutorien und Übungen belegen und alles auch noch einigermaßen auf die Journalistenschule abstimmen. Und weit und breit niemanden, den ich um Hilfe bitten könnte.

 

Aber muss das eigentlich wirklich sein? Alles mittlerweile zu digitalisieren und damit Technik-Anarchisten wie mir das Leben schwer zu machen? Kann man nicht einfach wirklich wie in der Schule Ankreuzbögen an die Studenten verteilen? Und ja, das ist mein Ernst – mein bitterer Ernst!

Nur, um das ein für allemal geklärt zu haben: Ich schreibe auch noch Briefe, kaufe CDs und schaue DVDs anstatt Filme zu streamen! Und ich will stimmungsvolle Gaslaternen und ausladende Pferdekutschen wiederhaben! Und überhaupt: AHHHHHH!!!!!

 

Spaß beiseite, aber irgendwie steckt da doch ein wahrer Kern drin: Überraschenderweise tue ich mich doch ziemlich schwer mit dem Begriff Generation 2.0. Ich finde, dass die Umwandlung so vieler Vorgänge ins Digitale uns oft… wie drücke ich das am besten aus… den Bezug zu dessen realen Wert hat verlieren lassen: Geht es nur mir so oder fällt es euch auch leichter online etwas zu bestellen, wenn man die Geldbörse gar nicht erst zur Hand nehmen muss?

Ganz schlimm finde ich diesen Werteverlust jedoch in der Musikindustrie: Wie viele Menschen sich Lieder einfach illegal herunterladen! Ihr würdet doch auch nicht etwa in einen Laden gehen und dort eine CD klauen?

 

Aber zurück zum Thema: Irgendwann war ich übrigens so entnervt, dass selbst SUBWAY TO SALLY im Hintergrund dran glauben musste und ich meinem Lieblingslied ‚Kleid aus Rosen‘ kurzerhand den Saft abgedreht habe. Nur um dann entnervt den Laptop zuzuklappen und meine Erlösung in den Werken von Markus Heitz zu suchen. Wir versuchen es morgen noch einmal miteinander, die Studienplanung und ich. No Rest For The Wicked eben, um Ozzy Osbourne zu zitieren.

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