Da hat die liebe Buchstabenjongleurin mich doch glatt zum Liebster-Award nominiert! Ich wusste gar nicht, dass ich sooft zu den „Liebsten“ anderer Blogger gehöre, ist dies doch schon die zweite Nominierung in kurzer Zeit. Daher seht es mir bitte nach, dass ich diese Nominierung nicht weiterreichen werde. So langsam gehen mir nämlich die Ideen aus, wen ich alles noch zu meinen „Liebsten“ ernennen soll. Schließlich ist der Kreis meiner Lieblingsblogs ja doch ein recht kleiner Zirkel von wundervollen Menschen, deren Blogs jedoch jeder für sich es wert ist, gelesen zu werden ❤

liebsteraward

1. Was ist die Intention deines Blogs?

Pfft, das ist eine gute Frage, da sich mein Blog irgendwann zum Selbstläufer entwickelt hat und ich seine Ausrichtung irgendwann „sich selbst überlassen habe“. Ganz früher wollte ich über Essstörungen und die sozialen Stigmata bloggen, mit denen Betroffene immer wieder zu kämpfen hatten. Dann wollte ich nur noch über „Lichtblicke“ in meinem Leben bloggen. Und mittlerweile ist das hier ein Sammelbecken für LARP-Themen und meine Konzertbilder geworden.

2. Bist du zum Schreiben gekommen oder das Schreiben zu dir?

Das kann ich heute gar nicht mehr sagen. Eine große Verbundenheit zum Schreiben und eine fast schon andächtige Verehrung der Schönheit der geschriebenen Sprache gehörte schon immer irgendwie zu meinem Leben. Nur hat sich deren Auswirkung auf mein Leben in den vergangenen Jahren ein wenig verändert: In der Grundschule wollte ich immer Buchautorin werden. Und was mache ich jetzt? Lasse mich zur Politik- und Wirtschaftsjournalistin ausbilden.

3. Was würdest du alternativ zum Bloggen tun?

Andernorts schreiben. Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, weiß, dass ich meiner Leidenschaft auf vielerlei Weise fröne und nicht nur auf „Nia Lebt“ im Netz mein Unwesen treibe.

4. Wenn du ein Buch sein könntest, welches wärst du?

Nächste gute Frage: Ich glaube, ich wäre gerne ein Kinderbuch. Oder ein anderes idyllisches Buch, in dem sich alle Probleme einfach durch Reden lösen lassen. Ich arme, kleine Romantikerin ;)…

5. Was würdest du gern in deinem Leben verändern bzw. welches Projekt endlich in die Tat umsetzen?

Ich würde gerne umziehen. Nachdem ich zwanzig Jahre lang auf dem Land gewohnt habe, komme ich so langsam an dem Punkt in meinem Leben, wo ich feststelle, dass das Leben im 2000-Seelen-Dorf mir nicht das gibt, was ich brauche: Nämlich immer und dauernd die Möglichkeit, Menschen um mich zu haben, am Puls des Lebens zu sein. Allerdings wird es noch einige Zeit dauern, bis ich diesen Plan in die Tat umsetzen kann. Wählerisch bin ich nämlich auch noch – und nach Köln ziehe ich sicher nicht 😉

6. Alles stehen und liegen lassen oder lieber genau planen?

Spontanität- ich habe lange versucht, mein ganzes Leben ziemlich detailliert durchzuplanen. Bis ich feststellen musste, dass das gar nicht möglich ist. Mein jetziges Ich ist das Resultat zahlloser kleiner Zufälle und spontaner Kurzschlussreaktionen. Und damit bin ich unglaublich zufrieden.

7. Welches Land, Kultur, Ereignis inspiriert dich?

Ich habe eine ziemlich starke Affinität zum hohen Norden: Norwegisch halte ich für die schönste Sprache der Welt und eigentlich wollte ich auch mein Auslandssemester dort verbringen. Schade, dass ich so verfroren bin – da wird es für mich dann doch Dublin werden 😉

8. Tee oder Kaffee während des Schreibens?

Kaffee. Kaffee rettet mich schon seit Ewigkeiten über den Tag: Angefangen beim Frühstück bis zu meinem „Gute-Nacht-Kaffee“ kurz vor dem Schlafengehen. Ein liebgewonnenes Ritual, welches bei den Menschen, die mich umgeben, nur selten auf Verständnis stößt.

9. Wolltest du schon lange etwas lernen, wofür du bisher noch keine Zeit gefunden hast?

Ganz klares Ja: Ich würde unglaublich gerne Drehleier spielen lernen. Schade, dass für das Erlernen dieses göttlichen Instruments nicht nur das Zeit-Budget empfindlich belastet wird, nicht wahr, Gwen?

10. Bevorzugst du alt oder neu und warum?

Das kommt ganz und gar auf den Zusammenhang an, in dem ich die Wahl zwischen „Alt“ und „Neu“ habe.

11. Welches gesellschaftliche Thema beschäftigt dich am meisten und warum?

Klingt es arg verwirrend, wenn ich sage: Gesellschaft an sich. Aber tatsächlich halte ich es für ungemein spannend, gesellschaftliche Prozesse und Dynamiken in ihren Ursprüngen zu ergründen, ehe man sich spezifischen Problemen zuwendet. An dieser Stelle empfehle ich denen, die ähnlich denken übrigens Berger & Luckmanns „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“. Ein hervorragendes Buch!

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